ABEL Betriebswirtleasing

Wie sieht eine korrekte Rechnung aus?

Mittwoch, 23. Dezember 2015 von Markus K. Abel

Immer wieder Stein des Anstoßes. Achten Sie immer darauf eine korrekte Rechnung zu erhalten und auch schreiben, um Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Die Rechnung muss immer enthalten:

- den Namen und die Anschrift des leistenden Unternehmers
- den Namen und die Anschrift des Leistungsempfängers. Achten Sie darauf, dass dies bei einem Einzelunternehmen der einzelne Unternehmer ist. Bei einer Personengesellschaft (z. B. GbR) sind
- dies alle beteiligten Gesellschafter, alternativ der Name der Gesellschaft
- die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
- eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (= Rechnungsnummer)
- die Menge und die handelsübliche Bezeichnung des Gegenstands der Lieferung oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
- den Zeitpunkt der Lieferung / sonstigen Leistung oder der (teilweisen) Entgeltvereinnahmung. Der Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung ist nach Auffassung der Verwaltung auch bei Übereinstimmung dieses Zeitpunkts mit der Rechnungsstellung gesondert mit dem Vermerk: „Rechnungsdatum entspricht Leistungsdatum“ anzugeben
- das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist
- den anzuwendenden Steuersatz
- den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung und sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt

Kindergeld – Irritationen zu den Änderungen ab 01.01.2016

Dienstag, 22. Dezember 2015 von Markus K. Abel

Kindergeldbezieher müssen ab dem 1.1.2016 für jedes Kind für welches Kindergeld ausbezahlt werden soll, die Steuer-ID mitteilen. Diese wird dann von der Familienkasse gespeichert, damit pro Kind nur einmal Kindergeld ausgezahlt wird.
Es ist jedoch keine Panik notwendig. Bereits 90% aller Kindergeldbezieher haben die Angaben schon gemacht, weil diese in den Anträgen schon seit Jahren abgefragt werden. Alle anderen werden im Laufe des Jahres 2016 angeschrieben und um Nachreichung der Angaben bis Ende 2016 gebeten. Bis dahin wird das Kindergeld weiter ausbezahlt.
Erst dann werden die Zahlungen gestrichen, wenn trotz Aufforderung die Steuer-ID nicht nachgereicht wird.

Mit der Entfernungs- und KM-Pauschale schröpft der Staat die Steuerzahler

Freitag, 01. Februar 2013 von Markus K. Abel

Die KM-Pauschale von 0,30 € deckt kaum noch die massiv steigenden Benzinkosten, geschweige denn die kompletten PKW-Kosten ab.
Bei der Entfernungspauschale halbiert sich der Betrag pro KM, sogar auf 0,15 €.
Damit sollen die Kosten für den Arbeitsweg abgedeckt sein? Das ist völlig unmöglich.
Es gibt genügend Studien die Belegen, daß die KM-Pauschale die schon enorm in die Jahre gekommen ist auf mind. 0,65 € erhöht werden müsste.

Die Finanzverwaltung nimmt es wie immer von denen die sich nicht wehren können!

Fahrtkosten eines nebenberuflich studierenden Kindes

Freitag, 01. Februar 2013 von Markus K. Abel

BFH-Urteil vom 211.2012, III R 64/11

Inhalt

Bei der Prüfung, ob der Grenzbetrag des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG a.F. überschritten ist, sind Fahrtkosten eines Kindes, die ihm aus Anlass eines nebenberuflich ausgeübten Studiums entstehen, nicht mit der Entfernungspauschale zu berücksichtigen, sondern in tatsächlicher Höhe von den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit abzugsfähig. Eine vom Kind als Arbeitnehmer aufgesuchte arbeitgeberfremde Bildungseinrichtung stellt keine regelmäßige Arbeitsstätte dar.

Quelle: www.steuerberater-grasmueck.de

Segenswunsch

Sonntag, 01. Januar 2012 von Markus K. Abel

Ein gesegnetes, glückliches, gesundes, freudvolles, friedevolles, hoffnungsvolles, an Liebe und Erfolg reiches Jahr 2012 wünsche ich allen.

Freibeträge für 2011 können bis 30. 11. eingetragen werden

Montag, 17. Oktober 2011 von Markus K. Abel

Wer bis zum Ende des Jahres seine monatliche Lohnsteuer minimieren möchte, kann sich noch bis zum 30. November einen Freibetrag eintragen lassen. Der Eintrag erfolgt letztmalig auf der Papier – Lohnsteuerkarte. Über das Verfahren und die kommenden Änderungen informiert der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) aus Berlin.

Steuern zahlen ja, aber nicht unbedingt mehr als notwendig. Arbeitnehmer zahlen vorab Lohnsteuern, deren Höhe sich nach der eingetragenen Steuerklasse, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder richtet. Wem höhere Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder andere steuerrelevante Aufwendungen entstanden sind, kann sich mit der Einkommensteuererklärung zuviel gezahlte Steuern erstatten lassen. Das geht jedoch erst im Folgejahr und ist außerdem mit Bearbeitungszeiten des Finanzamtes verbunden. Wer nicht soviel Geduld aufbringen möchte, kann einen Ausgleich bereits im Vorfeld durch Eintrag eines Freibetrages auf der Lohnsteuerkarte erreichen. Bis zum 30. November ist dies sogar noch für 2011 möglich. Arbeitnehmer müssen sich hierzu die Lohnsteuerkarte 2010, die dieses Jahr weiterhin gilt, vom Betrieb aushändigen lassen und beim Finanzamt zusammen mit einem „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ abgeben. Der 6 Seiten umfassende Vordruck liegt beim Finanzamt aus oder kann im Internet unter https://www.formulare-bfinv.de ausgefüllt und ausgedruckt werden. 

Beim Antrag spielt die Höhe der Kosten dabei eine Rolle. Werbungskosten, also beruflich bedingte Ausgaben, Sonderausgaben wie Spenden, Kirchensteuern, Parteibeiträge oder Kinderbetreuungskosten,  außergewöhnliche Belastungen wie Ausgaben für die Brille, den Zahnarzt oder Medikamentzuzahlungen, für die der Freibetrag beantragt wird, müssen zusammen mehr als 600 Euro betragen. Bei Werbungskosten wird wegen des anzurechnenden Pauschbetrages von 1.000 Euro nur der übersteigende Betrag berücksichtigt. Beträgt der Fahrtweg zur Arbeit 24 Kilometer, ist bei 230 Arbeitstagen jedoch bereits die Schwelle überschritten: 230 Tage x 24 km x 0,30 Euro = 1.656 Euro. Verluste aus Vermietung oder Verpachtung oder Investitionen für Handwerker- oder haushaltsnahe Dienstleistungen werden ohne betragsmäßige Grenze eingetragen.

Der gesamte Jahres-Freibetrag wird auf die verbleibenden Monate verteilt. Bei Eintrag zum Jahresende  fallen dann oft wenig oder gar keine Lohnsteuern mehr an und vom Weihnachtsgeld bliebt netto mehr übrig. Eine Steuererklärung lässt sich allerdings nicht vermeiden. Wer sich einen Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen lässt, ist für das betreffende Jahr zur Einkommensteuererklärung verpflichtet.

Für 2012 müssen – wie in den früheren Jahren – bis auf wenige Ausnahmen alle Freibeträge erneut beantragt werden. Sie werden dann erstmals in den „ELStAM“ (elektronischen Lohnsteuer-Abzugsmerkmale) eingetragen – einem Datensatz, der bei der Finanzverwaltung gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch übermittelt wird. Der Antrag durch die Arbeitnehmer erfolgt jedoch bisher weiterhin auf Papier. Welche Daten gespeichert sind, wird allen Arbeitnehmern in den kommenden Wochen mit einem Brief mitgeteilt.

Für Hilfe zur Steuererklärung oder zum Kindergeld, können sich Auszubildende, Arbeitnehmer und Rentner an örtliche Beratungsstellen der Lohnsteuerhilfevereine wenden. Die Anschriften von Beratungsstellen der Mitgliedsvereine des Verbandes können im Internet unter http://www.Beratungsstellensuche.de recherchiert oder unter der Rufnummer 030/ 40 63 24 49 erfragt werden.

Beratungsstelle des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. in Bad Krozingen:
www.lohnsteuerhilfe-badkrozingen.de

Steuerrecht nach Prof. Kirchhoff

Samstag, 20. August 2011 von Markus K. Abel

Vor einiger Zeit hat Prof. Kirchhoff sein Bundessteuergesetzbuch herausgegeben. Dort hat er seine Vorstellung einer gerechten und verständlichen Steuergesetzgebung niedergeschrieben. Nach seiner Vorstellung gibt es nur noch 4 Steuerarten.

  • Einkommensteuer
  • Eine kommunale  Zuschlagsteuer.
  • die Erbschaftssteuer
  • die Verbrauchssteuer

Es wurden 534 Steuervorteile gestrichen. Im Steuergesetzbuch befinden sich nur noch 146 statt der jetzt vorhandenen 33.000 Paragrafen. Statt der 30 verschiedenen Bundessteuern gibt es nur noch 4 Steuerarten. Entgegen den jetzt vorhandenen 200 Steuergesetzen ist alles im Steuergesetzbuch auf 30 Seiten zumsammengefasst.

Das wurde natürlich gleich in der Luft zerissen. Doch ist es wirklich so ungereicht, wie man uns glauben machen will? Natürlich gibt es Einzelfälle, die ich herausgreifen kann, die ungerecht sind. Aber ist es gerechter hunderte von Steuervorteilen zu haben, die nur die nutzen können, die sich die Steuerexperten leisten können?

Meiner Meinung nach ist dieses Steuergesetzbuch einfach und genial. Und genau das ist das Problem. Warum wird es niemals in die Praxis umgesetzt werden?

  1. Jeder würde verstehen warum und für was er wieviel Steuer zahlt. Eine Horrorvorstellung für die meisten Politiker. Dann kann man ja nicht mehr irgendwas erzählen, weil es eh niemand versteht.
  2. Die Einfachheit dieser Gesetzgebung würde die Steuerberater überflüssig machen. Dagegen wird sich die Lobby bis zum äußersten wehren. Dabei verdienden die wirklich guten Steuerberater Ihr Geld schon längst nicht mehr nur mit Steuererklärungen.
  3. Der Verwaltungsaufwand würde sich drastisch verringern. Das ist der vielleicht entscheidenste Punkt. Die Entscheidungen der Politik treffen doch längst nicht mehr die Politiker sondern die Verwaltung. Und das Wesen jeder Verwaltung ist es, dass Sie niemals kleiner wird, sondern alles dafür tut, dass es immer mehr zu verwalten gibt. Hier würden die wahrscheinlich solche Einsparungen möglich, dass die Mindereinnahmen der Steuern mehr als kompensiert würden.

Typischer Fall von Antiwerbung. Ein Erfahrungsbericht.

Dienstag, 09. August 2011 von Markus K. Abel

Ein Gasthaus hatte in verschiedenen Medien einen Gutschein für eine Tasse Kaffee und ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.
Der Gutschein hat seinen Zweck erfüllt, so dass wir uns auf den Weg machten um den Gutschein einzulösen.
Da wir zu zweit waren und nur einen Gutschein hatten, fragte ich nach was es noch für Kuchen gibt.
Dann wurde mir die Karte mit den Desserts gebracht, mit dem Apfelstrudel.
Also bestellte ich auch einen Kaffee und ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte, wie auf dem Gutschein.
Was uns dann kredenzt wurde war ein Armutszeugnis.
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Der Kaffee war kalt und die Kirschtorte war enorm schmal. Für einen Gutschein könnte man dies noch durchgehen lassen, aber für ein bezahltes Stück Torte, was das eine Unverschämtheit.
Der Gipfel war dann die Rechnung. Für dieses Stück Torte wurde glatt 2,80 € berechnet.
Für ein ordentliches Stück Torte ein gerechtfertigter Preis, aber nicht für das was man auf dem Teller suchen musste.

So sollte Werbung nicht aussehen. Der Gutschein hat durchaus seinen Zweck erreicht. Wir wurden in das Lokal gelockt.
Dann sollte aber auch gehalten werden, was der Gutschein verspricht.
1. Man sollte einen typischen Artikel anbieten. Wer mit Torte und Kaffee lockt, muss damit rechnen, dass auch andere Kuchen gefragt werden, dann ist es peinlich, wenn man nichts zu bieten hat.
2. Das was der Kunde zum “Probieren” bekommt, sollte nicht aussehen, als wäre man geizig und die Qualität sollt hervorragend sein. Kalter Kaffee und ein “halbes” Stück Torte sind einfach nur abschreckend.

Das Lokal hat auf jeden Fall in uns keine Kunden gewonnen, sondern nur frustrierte Besucher hinterlassen, die das überall erzählen werden.
Das ist eine absolut misslungene Werbeaktion. Anti-Werbung. Das Geld hätte man sich besser gespart.

EHEC … und die Landwirte schreien nach Entschädigung, wie so oft.

Dienstag, 09. August 2011 von Markus K. Abel

Nachdem die EHEC – Epidemie erst mal vorbei ist und sich die Aufregung gelegt hat ist die Zeit gekommen, dazu mal etwas kritisches zu schreiben.
Es war die übliche Reaktion festzustellen. Die Landwirte haben Absatzeinbrüche und sofort wird die Politik verantwortlich gemacht und nach Entschädigungen oder Beihilfen geschrieen.
Grundsätzlich wäre das in der Situation ja verständlich, nur kennt man das ja von dem Berufsstand. Entweder ist der Regen zu wenig oder zu viel. Oder es gab zuviel Hagel oder die Preise sind zu schlecht. Es gibt immer irgendwas um zu jammern und Geld zu fordern. Dabei ist das bereits der am Meisten subventionierte Berufsstand.

Hat von Euch schon mal jemand Geld vom Staat bekommen, weil der Markt weggebrochen ist, weil höhere Gewalt im Spiel war oder sonst was?
Mir ist kein befreundeter Unternehmer bekannt, der das Glück gehabt hätte. Was lernen wir daraus?
Die Landwirte sind optimal vernetzt. Der Bauernverband ist direkt an der Politik dran und die Bauern sind darin sehr stark organisiert.

Wenn wir mehr erreichen wollen müssen wir uns besser vernetzen. Niemals waren die technischen Möglichkeiten für Existenzgründer und Freiberufler so gut. Jetzt muss sich nur wieder der Gemeinsinn bei jedem Einzelnen entwickeln. Nur wenn jeder was dafür tut, können wir gemeinsam was bewegen

Scheinheiligkeit der Universitäten und Professoren

Sonntag, 10. Juli 2011 von Markus K. Abel

Nun hat sich der Rummel um Karl-Theodor zu Guttenberg gelegt. Es wurde immer wieder von Plagiaten geschrieben und gesprochen. Was hier immer wieder geschrieben und gesprochen wurde grenzt meiner Meinung nach an eine Hexenjagd.
Wer sich mit dem Prozedere wissenschaftlicher Arbeiten auskennt, muss sich bei allen Veröffentlichungen eine Frage stellen, warum bleibt der Doktorvater und der Zweitkorrektor ungeschoren?
Wenn eine wissenschaftliche Arbeit dermaßen mit angeblichen “Plagiaten” gespickt ist, wie konnte es den Professoren und wissenschaftlichen Abteilungen der Universitäten entgehen?
Weil schlampig gearbeitet wurde?
Der Gipfel der Scheinheiligkeit wird bei dem Fall des Sylvana Koch-Merin erreicht.
Dort waren die Mängel der Doktorarbeit seit Jahren bekannt und es hat offensichtlich niemand interessiert.

Hat die akademische Klasse durch die Affären Schaden genommen? Ja, eindeutig. Aber nicht wegen der fehlerhaften Doktorarbeiten, sondern wegen dem Umgang damit.
Mehr als die gescholtenen Politiker und Persönlichkeiten mit Ihren Doktorarbeiten verabscheue ich die Scheinheiligkeit der Universitäten und Professoren im Umgang damit.

 

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