ABEL Betriebswirtleasing

Freibeträge für 2011 können bis 30. 11. eingetragen werden

Montag, 17. Oktober 2011 von Markus K. Abel

Wer bis zum Ende des Jahres seine monatliche Lohnsteuer minimieren möchte, kann sich noch bis zum 30. November einen Freibetrag eintragen lassen. Der Eintrag erfolgt letztmalig auf der Papier – Lohnsteuerkarte. Über das Verfahren und die kommenden Änderungen informiert der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) aus Berlin.

Steuern zahlen ja, aber nicht unbedingt mehr als notwendig. Arbeitnehmer zahlen vorab Lohnsteuern, deren Höhe sich nach der eingetragenen Steuerklasse, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder richtet. Wem höhere Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder andere steuerrelevante Aufwendungen entstanden sind, kann sich mit der Einkommensteuererklärung zuviel gezahlte Steuern erstatten lassen. Das geht jedoch erst im Folgejahr und ist außerdem mit Bearbeitungszeiten des Finanzamtes verbunden. Wer nicht soviel Geduld aufbringen möchte, kann einen Ausgleich bereits im Vorfeld durch Eintrag eines Freibetrages auf der Lohnsteuerkarte erreichen. Bis zum 30. November ist dies sogar noch für 2011 möglich. Arbeitnehmer müssen sich hierzu die Lohnsteuerkarte 2010, die dieses Jahr weiterhin gilt, vom Betrieb aushändigen lassen und beim Finanzamt zusammen mit einem „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ abgeben. Der 6 Seiten umfassende Vordruck liegt beim Finanzamt aus oder kann im Internet unter https://www.formulare-bfinv.de ausgefüllt und ausgedruckt werden. 

Beim Antrag spielt die Höhe der Kosten dabei eine Rolle. Werbungskosten, also beruflich bedingte Ausgaben, Sonderausgaben wie Spenden, Kirchensteuern, Parteibeiträge oder Kinderbetreuungskosten,  außergewöhnliche Belastungen wie Ausgaben für die Brille, den Zahnarzt oder Medikamentzuzahlungen, für die der Freibetrag beantragt wird, müssen zusammen mehr als 600 Euro betragen. Bei Werbungskosten wird wegen des anzurechnenden Pauschbetrages von 1.000 Euro nur der übersteigende Betrag berücksichtigt. Beträgt der Fahrtweg zur Arbeit 24 Kilometer, ist bei 230 Arbeitstagen jedoch bereits die Schwelle überschritten: 230 Tage x 24 km x 0,30 Euro = 1.656 Euro. Verluste aus Vermietung oder Verpachtung oder Investitionen für Handwerker- oder haushaltsnahe Dienstleistungen werden ohne betragsmäßige Grenze eingetragen.

Der gesamte Jahres-Freibetrag wird auf die verbleibenden Monate verteilt. Bei Eintrag zum Jahresende  fallen dann oft wenig oder gar keine Lohnsteuern mehr an und vom Weihnachtsgeld bliebt netto mehr übrig. Eine Steuererklärung lässt sich allerdings nicht vermeiden. Wer sich einen Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen lässt, ist für das betreffende Jahr zur Einkommensteuererklärung verpflichtet.

Für 2012 müssen – wie in den früheren Jahren – bis auf wenige Ausnahmen alle Freibeträge erneut beantragt werden. Sie werden dann erstmals in den „ELStAM“ (elektronischen Lohnsteuer-Abzugsmerkmale) eingetragen – einem Datensatz, der bei der Finanzverwaltung gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch übermittelt wird. Der Antrag durch die Arbeitnehmer erfolgt jedoch bisher weiterhin auf Papier. Welche Daten gespeichert sind, wird allen Arbeitnehmern in den kommenden Wochen mit einem Brief mitgeteilt.

Für Hilfe zur Steuererklärung oder zum Kindergeld, können sich Auszubildende, Arbeitnehmer und Rentner an örtliche Beratungsstellen der Lohnsteuerhilfevereine wenden. Die Anschriften von Beratungsstellen der Mitgliedsvereine des Verbandes können im Internet unter http://www.Beratungsstellensuche.de recherchiert oder unter der Rufnummer 030/ 40 63 24 49 erfragt werden.

Beratungsstelle des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. in Bad Krozingen:
www.lohnsteuerhilfe-badkrozingen.de

Steuerrecht nach Prof. Kirchhoff

Samstag, 20. August 2011 von Markus K. Abel

Vor einiger Zeit hat Prof. Kirchhoff sein Bundessteuergesetzbuch herausgegeben. Dort hat er seine Vorstellung einer gerechten und verständlichen Steuergesetzgebung niedergeschrieben. Nach seiner Vorstellung gibt es nur noch 4 Steuerarten.

  • Einkommensteuer
  • Eine kommunale  Zuschlagsteuer.
  • die Erbschaftssteuer
  • die Verbrauchssteuer

Es wurden 534 Steuervorteile gestrichen. Im Steuergesetzbuch befinden sich nur noch 146 statt der jetzt vorhandenen 33.000 Paragrafen. Statt der 30 verschiedenen Bundessteuern gibt es nur noch 4 Steuerarten. Entgegen den jetzt vorhandenen 200 Steuergesetzen ist alles im Steuergesetzbuch auf 30 Seiten zumsammengefasst.

Das wurde natürlich gleich in der Luft zerissen. Doch ist es wirklich so ungereicht, wie man uns glauben machen will? Natürlich gibt es Einzelfälle, die ich herausgreifen kann, die ungerecht sind. Aber ist es gerechter hunderte von Steuervorteilen zu haben, die nur die nutzen können, die sich die Steuerexperten leisten können?

Meiner Meinung nach ist dieses Steuergesetzbuch einfach und genial. Und genau das ist das Problem. Warum wird es niemals in die Praxis umgesetzt werden?

  1. Jeder würde verstehen warum und für was er wieviel Steuer zahlt. Eine Horrorvorstellung für die meisten Politiker. Dann kann man ja nicht mehr irgendwas erzählen, weil es eh niemand versteht.
  2. Die Einfachheit dieser Gesetzgebung würde die Steuerberater überflüssig machen. Dagegen wird sich die Lobby bis zum äußersten wehren. Dabei verdienden die wirklich guten Steuerberater Ihr Geld schon längst nicht mehr nur mit Steuererklärungen.
  3. Der Verwaltungsaufwand würde sich drastisch verringern. Das ist der vielleicht entscheidenste Punkt. Die Entscheidungen der Politik treffen doch längst nicht mehr die Politiker sondern die Verwaltung. Und das Wesen jeder Verwaltung ist es, dass Sie niemals kleiner wird, sondern alles dafür tut, dass es immer mehr zu verwalten gibt. Hier würden die wahrscheinlich solche Einsparungen möglich, dass die Mindereinnahmen der Steuern mehr als kompensiert würden.

Sparen Sie Steuern durch Ihre höhere Kilometerpauschale.

Samstag, 09. April 2011 von Markus K. Abel

Mit der aktuellen Kilometerpauschale von 0,30 € sind kaum mehr die im Zuge der E10-Einführung nach oben geschossenen Benzinpreise abgedeckt. Geschweige denn alle anderen Kfz-Kosten. Es ist nicht zu erwarten, dass die Politik darauf reagiert und die Kilometerpauschale der Realität anpasst. Denn das hätte ja massive Steuerausfälle zur Folge.

Doch es geht auch anders: Durch den Nachweis der persönlichen Kfz-Kosten können Sie Ihre eigene KM-Pauschale errechnen und dürfen diese dann auch ansetzen. Und so funktioniert es. Sammeln Sie für den Zeitraum eines ganzen Jahres (es muss nicht der 1.1. – 31.12. sein) alle Belege der Kfz-Kosten. Notieren Sie sich am Anfang und am Ende des Jahres den KM-Stand ihres Fahrzeugs.

Nun teilen Sie die Gesamtkosten durch die Gesamtfahrleistung in KM und erhalten Ihren durchschnittlichen Kilometersatz.

Wichtig: Sie müssen Ihre Berechnung dem Finanzamt durch die Vorlage aller Belege nachweisen! Diesen Satz dürfen Sie auch in den Folgejahren ansetzen, solange sich an Ihren Kfz-Kosten nichts gravierendes ändert.

Hier eine Auflistung von Kfz-Kosten die Sie bei der Berechnung nicht vergessen sollten:

  • Kfz-Versicherung (Haftpflicht, Vollkasko, Teilkasko) abzüglich Rückerstattungen
  • Benzingkosten
  • Öle, Schmierstoffe, Ölwechsel
  • Reparaturen (ohne außergewöhnliche Kosten, z. B. Unfall), Inspektionen
  • Waschanlage, Reinigungs- und Poliermittel, Frostschutz
  • Verschleißteile (Scheibenwischer, Lampen, Reifen)
  • Garagen- und Stellplatzkosten
  • Leasingraten oder Znsen für Anschaffungsdarlehen
  • Abschreibungen

Bewirtungskosten aus der privaten Tasche bezahlt

Samstag, 02. April 2011 von Markus K. Abel

Bei der Durchsicht der Betriebswirtschaftlichen Auswertung  BWA von Frau M. ist aufgefallen, dass keine Bewirtunsgskosten angefallen sind, was bei der Berufsgruppe absolut ungewöhnlich ist. Zumal bekannt war, dass Frau M. regelmäßig ganztägige Seminare veranstaltet. Auf Rückfrage erklärte Frau M. dass Ihr von der Steuerberaterin erklärt wurde, dass die Bewirtungskosten über die Tagespauschale abgedeckt wären. Daraufhin haben wir dies genauer überprüft und festgestellt, dass Frau M. jedes Seminar und jede Reise mit einem eigens erstellten Formular forbildlich festgehalten dokumentiert hatte. Bei den Reisekosten wurde die jeweils die Tagespauschale von der Steuerberaterin angesetzt.

Doch durch die eindeutig falsche Information der Steuerberaterin hat Frau M. über Jahre hinweg sämtliche Bewirtungskosten sowohl bei der Bewirtung Ihrer Seminarteilnehmer und der Bewirtung von Kunden bei Ihren Geschäftsreisen aus der privaten Tasche gezahlt und auch keine Belege gesammelt. Frau M. ist hier ein erheblicher finanzieller Schaden, da sie natürlich aufgrund der fehlenden Betriebsausgaben einen deutlich höheren Gewinn versteuern musste, der finanziell gar nicht vorhanden war.

Bewirtungskosten können natürlich als Betriebsausgabe gebucht werden. Eine Einschränkung gibt es nur bei der Vorsteuer (hier dürfen nur 70% angesetzt werden).

Mit der Pauschale der Verpflegungsmehraufwendungen sind nur die eigenen Verpflegungen bei Geschäftsreisen mit mehr als 8, 14 oder 24 Stunden Abwesenheit von der Wohnung oder Betriebsstätte abgedeckt. Das hat nichts mit der Bewirtung von Geschäftspartnern zu tun.

Diese Ausführungen stellen keine rechtliche Beratung dar. Eine rechtliche Beratung kann ausschließlich im Einzelfall durch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt erfolgen.

Die 10 häufigsten Fehler kleiner Unternehmen! 6. Für die Steuern wird nicht vorgesorgt!

Mittwoch, 19. Januar 2011 von Markus K. Abel

Die 10 häufigsten Fehler kleiner Unternehmen!

6. Für die Steuern wird nicht vorgesorgt!

Gerade Unternehmen die  eine Einnahme- / überschussrechnung durchführen werden immer wieder die Einnahmen mit den Erträgen verwechselt.
Dass von den Einnahmen am Monatsende, die Umsatzsteuer abgeführt werden muss.

Wenn keine Umsatzsteuer anfällt, weil der Vorsteuerabzug höher ist, als die vereinnahmte Umsatzsteuer, dann kann man sich darüber freuen.
Wird dies allerdings ein Dauerzustand über Monate hinweg, dann ist dies äußerst bedenklich, weil dann auch wohl kaum ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Bei der Einkommensteuer ist dies noch dramatischer. Es wird das ganze Jahr nichts auf die Seite gepackt und bei der Steuernachzahlung kommt ist dann Ebbe in der Kasse, bzw. auf dem Konto.
Ganz schlimm ist dies, wenn die Steuervorauszahlungen sehr niedrig angesetzt sind.

Meine Empfehlungen:
1. Arbeiten Sie mit dem 4 Konten-Modell (Privatleute mit dem 2 Konten-Modell)
2. Entnehmen Sie nie mehr als 75 % der Gewinne, nachdem Sie die Steuern auf die Seite geparkt haben.
3. Halten Sie Ihre Buchhaltung jeden Monat auf dem aktuellen Stand, damit Sie wissen wo Ihr Unternehmen steht.

 

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